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Puja

Date:

Februar 1, 2019

Puja

Bereits um 18:30 Uhr fin­den sich eini­ge Gläu­bi­ge ein. Nor­ma­ler­wei­se erschei­nen Hin­dus im tra­di­tio­nel­len Sari/Veddi zur Puja. Sie set­zen sich auf den Boden und sin­gen gemein­sam. Der Gesang wird von klei­nen Rhyth­mus­in­stru­men­ten beglei­tet. Wäh­rend­des­sen berei­tet der Pries­ter die not­wen­di­gen Din­ge für die Zere­mo­nie vor.

Der Puja geht ein Weih­ri­tu­al (Sans­krit: Abhis­he­ka) vor­aus. Dabei wer­den zu Beginn die Vor­hän­ge der Altä­re zurück­ge­zo­gen. Anschlies­send wer­den die Gott­hei­ten geweckt, damit sich ihre Auf­merk­sam­keit spä­ter auf die Gläu­bi­gen rich­tet. Sie wer­den gewa­schen, geklei­det und mit Blu­men geschmückt.

Um 19:00 Uhr beginnt die eigent­li­che Puja mit dem Läu­ten der Tem­pel­glo­cke. Bei der Zere­mo­nie wer­den in einer vor­ge­ge­be­nen Rei­hen­fol­ge alle Göt­ter nach­ein­an­der ritu­ell ver­ehrt. Das ers­te Gebet erhält stets Gane­sha. Als zwei­tes wird Shi­va in Form von Lin­ga ver­ehrt. Nach ihm stel­len sich die Gläu­bi­gen vor den Schrein von Dur­ga. Danach geht man zu den Sockeln des Löwen und der Lotus­blü­te. Es fol­gen die Ver­eh­rung Shi­vas und Par­va­ti, Vish­nu und Muru­gan. Von dort gehen sie wei­ter zum Schein der Neun Pla­ne­ten (Nava­g­raha). Nach der Ver­eh­rung vom Wäch­ter (Bhai­ra­va) ver­sam­melt man sich zum Schluss vor dem Haupt­schrein der Göt­tin Dur­ga. Die­sem „Rund­gang“ geht stets der Pries­ter vor­aus und die Gläu­bi­gen fol­gen ihm.

 

Der Pries­ter führt die Zere­mo­nie in der alt­in­di­schen und für Hin­dus hei­li­gen Spra­che Sans­krit durch. Alle Gaben, wel­che den Göt­tern dar­ge­bracht wer­den, haben eine bestimm­te Bedeu­tung. Wäh­rend Was­ser für den Frie­den steht, sym­bo­li­siert Joghurt die Frucht­bar­keit, und süs­se Milch ein lan­ges Leben. But­ter­schmalz (Ghee) soll für eine gute Stel­lung bei den Göt­tern sor­gen, Honig hin­ge­gen für eine gute Stim­me und Kokos­nuss­saft für einen guten Cha­rak­ter der Kin­der. Die fünf Früch­te sol­len Erfolg sym­bo­li­sie­ren das Herz, wel­ches den Gott­hei­ten dar­ge­bracht wird. Auch für “Unter­hal­tung“ der Göt­ter ist gesorgt: Dafür wer­den wäh­rend der Puja immer wie­der Glo­cken ange­schla­gen. Mit die­sem Läu­ten sol­len auch schlech­te Dämo­nen ver­trie­ben wer­den; der Weg für gute himm­li­sche Kräf­te ist nach hin­du­is­ti­schem Glau­ben nun frei. Die Ver­eh­rung eines Got­tes wird jeweils dadurch abge­schlos­sen, dass der Pries­ter andäch­tig die Kampf­er­flam­me vor der Gott­heit schwenkt. Die­se Bewe­gung wird drei­mal wie­der­holt und muss dabei die Form eines OM-Zei­chens dar­stel­len. Wenn der Pries­ter die Flam­me zum ers­ten Mal schwenkt, bit­tet er um Frie­den für die Welt, beim zwei­ten Mal um Frie­den für das Land und beim drit­ten Mal schliess­lich um Frie­den für das Leben. Das Ver­bren­nen von Kamp­fer sym­bo­li­siert das Eins­wer­den mit Gott.

Der Abschluss der Puja und die Ver­tei­lung von Prasa­dam

Zum Schluss der Puja bringt der Pries­ter das zuvor geop­fer­te Licht zu den Gläu­bi­gen. Die­se strei­chen mit ihren Hän­den drei­mal über die Flam­me und berüh­ren damit Gesicht, Augen und Haa­re. Sie neh­men damit die gött­li­che Wär­me in sich auf. Aus­ser­dem bekom­men die Anwe­sen­den vom Pries­ter oder einem Gehil­fen etwas süs­se Milch in die hoh­le Hand, wel­che sie trin­ken, eini­ge Blü­ten­blät­ter, wel­che Glück brin­gen, und etwas geweih­te Asche („Vibu­thi“ genannt). Mit die­ser Asche, die auf die Stirn auf­ge­tra­gen wird, soll an die Ver­gäng­lich­keit des Lebens erin­nert wer­den. Anschlies­send tra­gen die Gläu­bi­gen mit dar­ge­reich­ter San­del­holz­pas­te und rotem Pul­ver („Kung­ku­ma“) einen Punkt (Pot­tu) ist ein Zei­chen dafür, dass man nun durch den Anblick der Göt­ter rein ist und ihren Segen erhal­ten hat. Das San­del­holz soll die Abwehr­kräf­te der Gläu­bi­gen stär­ken, sowie das Ner­ven­zen­trum abküh­len. Kung­ku­ma reprä­sen­tiert das Prin­zip von Shak­ti, der weib­li­chen gött­li­che Ener­gie.

Zum Schluss wer­den die Spei­sen, wel­che zuvor den Göt­tern geop­fert wur­den, unter den Gläu­bi­gen auf­ge­teilt, indem man die Mahl­zeit (Prasa­dam) gemein­sam ein­nimmt. Die Vor­hän­ge der Altä­re blei­ben noch eine Zeit­lang geöff­net. Die Gläu­bi­gen kön­nen somit den Gott­hei­ten noch indi­vi­du­el­le Wün­sche und Gebe­te anver­trau­en. Erst mit dem Zuzie­hen der Vor­hän­ge bege­ben sich die Göt­ter wie­der zur Ruhe.

Puja

Bereits um 18:30 Uhr fin­den sich eini­ge Gläu­bi­ge ein. Nor­ma­ler­wei­se erschei­nen Hin­dus im tra­di­tio­nel­len Sari/Veddi zur Puja. Sie set­zen sich auf den Boden und sin­gen gemein­sam. Der Gesang wird von klei­nen Rhyth­mus­in­stru­men­ten beglei­tet. Wäh­rend­des­sen berei­tet der Pries­ter die not­wen­di­gen Din­ge für die Zere­mo­nie vor.

Der Puja geht ein Weih­ri­tu­al (Sans­krit: Abhis­he­ka) vor­aus. Dabei wer­den zu Beginn die Vor­hän­ge der Altä­re zurück­ge­zo­gen. Anschlies­send wer­den die Gott­hei­ten geweckt, damit sich ihre Auf­merk­sam­keit spä­ter auf die Gläu­bi­gen rich­tet. Sie wer­den gewa­schen, geklei­det und mit Blu­men geschmückt.

Um 19:00 Uhr beginnt die eigent­li­che Puja mit dem Läu­ten der Tem­pel­glo­cke. Bei der Zere­mo­nie wer­den in einer vor­ge­ge­be­nen Rei­hen­fol­ge alle Göt­ter nach­ein­an­der ritu­ell ver­ehrt. Das ers­te Gebet erhält stets Gane­sha. Als zwei­tes wird Shi­va in Form von Lin­ga ver­ehrt. Nach ihm stel­len sich die Gläu­bi­gen vor den Schrein von Dur­ga.

Danach geht man zu den Sockeln des Löwen und der Lotus­blü­te. Es fol­gen die Ver­eh­rung Shi­vas und Par­va­ti, Vish­nu und Muru­gan. Von dort gehen sie wei­ter zum Schein der Neun Pla­ne­ten (Nava­g­raha). Nach der Ver­eh­rung vom Wäch­ter (Bhai­ra­va) ver­sam­melt man sich zum Schluss vor dem Haupt­schrein der Göt­tin Dur­ga. Die­sem „Rund­gang“ geht stets der Pries­ter vor­aus und die Gläu­bi­gen fol­gen ihm.

 

Der Pries­ter führt die Zere­mo­nie in der alt­in­di­schen und für Hin­dus hei­li­gen Spra­che Sans­krit durch. Alle Gaben, wel­che den Göt­tern dar­ge­bracht wer­den, haben eine bestimm­te Bedeu­tung. Wäh­rend Was­ser für den Frie­den steht, sym­bo­li­siert Joghurt die Frucht­bar­keit, und süs­se Milch ein lan­ges Leben. But­ter­schmalz (Ghee) soll für eine gute Stel­lung bei den Göt­tern sor­gen, Honig hin­ge­gen für eine gute Stim­me und Kokos­nuss­saft für einen guten Cha­rak­ter der Kin­der. Die fünf Früch­te sol­len Erfolg sym­bo­li­sie­ren das Herz, wel­ches den Gott­hei­ten dar­ge­bracht wird.

Auch für “Unter­hal­tung“ der Göt­ter ist gesorgt: Dafür wer­den wäh­rend der Puja immer wie­der Glo­cken ange­schla­gen. Mit die­sem Läu­ten sol­len auch schlech­te Dämo­nen ver­trie­ben wer­den; der Weg für gute himm­li­sche Kräf­te ist nach hin­du­is­ti­schem Glau­ben nun frei.

Die Ver­eh­rung eines Got­tes wird jeweils dadurch abge­schlos­sen, dass der Pries­ter andäch­tig die Kampf­er­flam­me vor der Gott­heit schwenkt. Die­se Bewe­gung wird drei­mal wie­der­holt und muss dabei die Form eines OM-Zei­chens dar­stel­len. Wenn der Pries­ter die Flam­me zum ers­ten Mal schwenkt, bit­tet er um Frie­den für die Welt, beim zwei­ten Mal um Frie­den für das Land und beim drit­ten Mal schliess­lich um Frie­den für das Leben. Das Ver­bren­nen von Kamp­fer sym­bo­li­siert das Eins­wer­den mit Gott.

Der Abschluss der Puja und die Ver­tei­lung von Prasa­dam

Zum Schluss der Puja bringt der Pries­ter das zuvor geop­fer­te Licht zu den Gläu­bi­gen. Die­se strei­chen mit ihren Hän­den drei­mal über die Flam­me und berüh­ren damit Gesicht, Augen und Haa­re. Sie neh­men damit die gött­li­che Wär­me in sich auf. Aus­ser­dem bekom­men die Anwe­sen­den vom Pries­ter oder einem Gehil­fen etwas süs­se Milch in die hoh­le Hand, wel­che sie trin­ken, eini­ge Blü­ten­blät­ter, wel­che Glück brin­gen, und etwas geweih­te Asche („Vibu­thi“ genannt). Mit die­ser Asche, die auf die Stirn auf­ge­tra­gen wird, soll an die Ver­gäng­lich­keit des Lebens erin­nert wer­den. Anschlies­send tra­gen die Gläu­bi­gen mit dar­ge­reich­ter San­del­holz­pas­te und rotem Pul­ver („Kung­ku­ma“) einen Punkt (Pot­tu) ist ein Zei­chen dafür, dass man nun durch den Anblick der Göt­ter rein ist und ihren Segen erhal­ten hat.

Das San­del­holz soll die Abwehr­kräf­te der Gläu­bi­gen stär­ken, sowie das Ner­ven­zen­trum abküh­len. Kung­ku­ma reprä­sen­tiert das Prin­zip von Shak­ti, der weib­li­chen gött­li­che Ener­gie.

Zum Schluss wer­den die Spei­sen, wel­che zuvor den Göt­tern geop­fert wur­den, unter den Gläu­bi­gen auf­ge­teilt, indem man die Mahl­zeit (Prasa­dam) gemein­sam ein­nimmt. Die Vor­hän­ge der Altä­re blei­ben noch eine Zeit­lang geöff­net. Die Gläu­bi­gen kön­nen somit den Gott­hei­ten noch indi­vi­du­el­le Wün­sche und Gebe­te anver­trau­en. Erst mit dem Zuzie­hen der Vor­hän­ge bege­ben sich die Göt­ter wie­der zur Ruhe.

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